Palivo – bestes Olivenöl aus Palästina
[Dies ist die private Homepage von Klaus Ehrmann]
Heute, im Zeichen der nun fast 60 Jahre andauernden israelischen Besetzung Palästinas, ist Olivenöl das einzig nennenswerte exportfähige Produkt und das Haupteinkommen der Landbevölkerung.
Man sagt, die Bauern behandeln ihre Olivenbäume wie Familienmitglieder. Die Ernte erfolgt manuell und äusserst schonend. Die Oliven werden vor dem Pressen dann meist auch noch von Hand verlesen.
Palästina produziert weit mehr hochwertiges Olivenöl als die eigene Bevölkerung verbraucht. Durch die Besatzungspolitik Israels sind aber die Vermarktungsmöglichkeiten sehr stark eingeschränkt.
Wie entsteht die besondere Qualität des palästinensischen Olivenöls?
Die hier angebauten Olivensorten haben sich der steinigen und bergigen Hügellandschaft und dem trockenen Höhenklima angepasst. Eine Bewässerung kann aufgrund des ständigen Wassermangels nicht stattfinden. Dieses Klima bringt nur sehr wenig Regen, dafür umso mehr Sonne, was ein langsames Wachstum und Reifen der Früchte bewirkt. Aus Angst vor der Verwendung von Dünge- und Spritzmitteln zur Gewinnung von Sprengstoff hat das israelische Militär ein absolutes Verbot über diese Mittel verhängt, was allerdings zur positiven Folge hat, dass die landwirtschaftlichen Produkte Palästinas nahezu “Bio”-Qualität haben.
Diese Faktoren summieren sich zur ausgezeichneten Qualität dieses Olivenöls mit seiner Dickflüssigkeit, seinem tiefen Aroma und seiner milden Würze. Nicht zu vernachlässigen ist bei der Beurteilung der besonders hohen Anteil an Polyphenolen, ein starker Antioxidant und gesundheitsfördernder Inhaltsstoff.
Ein weiterer Einflussfaktor auf die Qualität von Olivenöl ist die schnellstmögliche Pressung nach dem Pflücken der Oliven, möglichst noch am Tag der Ernte, denn eine Lagerung – vielleicht sogar in Plastiksäcken – führt zu einem ranzigen Beigeschmack des Öls, insbesondere dann, wenn bei der Ernte Früchte verletzt werden und man diese nicht sofort aussortiert.
Das wirtschaftliches Konzept
Die Einfuhr von Produkten aus Nicht-EU-Ländern unterliegt ganz besonderen Regeln und Beschränkungen, welche am einfachsten und zuverlässigsten auf der Basis eines angemeldeten Gewerbes zu berücksichtigen sind. Deshalb hatten wir 2013 diese Geschäftsform für die Einfuhr und die Vermarktung unseres Olivenöls gewählt.
Unser Lieferant Al Ard hat nun den Import nach Europa selbst übernommen. Damit entfällt das Risiko der Fracht und Verzollung.
Al Ard vermarktet sein Olivenöl von Schweden aus über verschiedene Vertriebswege.
In den letzten 10 Jahren erzielten wir auf diese Weise Überschüsse von etwa 3 – 4 Euro pro verkauftem Liter Öl. Diese Überschüsse ließen wir den in einem seperaten Abschnitt beschriebenen Einrichtungen in Palästina zukommen.
Heute ist mehr denn je nötig, die Menschen dort zu unterstützen und unsere Freundschaft zu zeigen.
Ich werde als Privatperson weiterhin die folgenden Projekte unterstützen, da ich bekanntlich über direkte Kontakte und Freundschaften verfüge:
Olivenöl
An vielen Stellen der Grenze zu Israel sind die Sperranlagen und eine bis zu 9 m hohe Mauer weit in das Gebiet des Westjordanlands hineingetrieben. Dies führt dazu, dass die Bauern dort keinen oder nur zeitlich begrenzten Zugang zur ihren Feldern und Olivengärten haben. Diese Bauern unterstützen wir durch den Verkauf ihres Olivenöls.
Caritas-Kinderkrankenhaus in Bethlehem
Überkonfessionelles Kinderkrankenhaus, offene und kosten- günstige Behandlung für alle Kinder des südlichen Westjordanlands.
www.kinderhilfe-bethlehem.de
für behinderte Kinder in den Flüchtlingslagern in Jenin und Nablus.
zu finden unter Al-Jaleel Society
Reha- und Berufsbildung Jericho
Berufliche Ausbildung für palästinensische Jugendliche in Jericho und Ost-Jerusalem
www.ej-ymca.org/en/programs